Die Technologie:
Das Metal Powder Injection Moulding-Verfahren (MIM) ist die Verbindung von Pulver- und Spritzgiesstechnologie

Die Grundlagen des MIM-Verfahrens wurden bereits vor ca. 30 Jahren bei der Entwicklung technischer Keramikbauteile erfunden. Das MIM-Spritzen von Metallteilen hat jedoch erst in den letzten 5 Jahren in Europa seinen Durchbruch erlebt. Eine immer wichtigere Anforderung der modernen Metallbearbeitung ist die wirtschaftliche Herstellung kleiner Bauteile in komplexer Geometrie mit Bohrungen und Hinterschneidungen. Dabei können auch mehrere einzelne Teile einfach zu einem Bauteil zusammengefasst werden.

Gerade im Bereich der Hochleistungswerkstoffe, mit konventionell schwerer Zerspanbarkeit, eröffnet das PM - Spritzguss Verfahren neue Möglichkeiten. Hier wird die aus der herkömmlichen Pulvermetallurgie bekannte Werkstoffauswahl mit der Gestaltungsfreiheit der Kunststofftechnik kombiniert. Nahezu einbaufertige Bauteile entstehen!

Wie in der Kunststoff-Spritzgusstechnik liegen die verfahrenstypischen Stückzahlen zwischen 10.000 und 250.000 Stück p.a., wobei eine sehr gute Verfahrensstabilität auch über sehr hohe Losgrößen garantiert werden kann. Eine Maßhaltigkeit von 0,3% (bei Funktionsmaßen bis 0,1%) vom Sollmaß wird problemlos realisiert.